Einweg-Kunststoff in der Zahnmedizin reduzieren: mit eigenen Zahlen beginnen

Wie viel Kunststoff aus Einweg-Wangenhaltern anfällt, hängt von Stückgewicht und tatsächlicher Nutzung ab. Ein rein modellhaftes Beispiel: Angenommen, 80 saubere Einwegprodukte wiegen ohne Verpackung 0,845 kg. Das ergibt ungefähr 10,6 g pro Stück. Bei 15 Anwendungen pro Arbeitstag und 250 Arbeitstagen wären das 3.750 Stück beziehungsweise rund 39,6 kg pro Jahr. Das ist eine Mengenrechnung mit Annahmen, kein gemessener Durchschnitt einer Ordination.
VisionButler ist ein wiederverwendbarer Silikon-Lippen- und Wangenhalter, der nach Gebrauchsanweisung aufbereitet wird. Wo er ein geeignetes Einwegprodukt ersetzt, kann dessen Verbrauch sinken. Wie groß der Unterschied tatsächlich ist, muss die Ordination anhand eigener Mengen, benötigter Stückzahl und Ersatzbedarf erfassen. Eine feste Nutzungsdauer oder eine vollständige Umweltbilanz lässt sich aus dieser Rechnung nicht ableiten.
Warum Einwegmaterialien prüfen? Nach jeder vorgesehenen Anwendung entsteht neuer Entsorgungsbedarf; zusätzlich fallen Verpackung und Transport an. Mehrwegprodukte benötigen dagegen Aufbereitung mit Wasser, Energie und gegebenenfalls weiterer Verpackung. Für Aussagen über den gesamten ökologischen Fußabdruck müssen beide Abläufe berücksichtigt werden. Sortieren Sie kontaminierten Abfall nicht nach, sondern erfassen Sie Verbrauch und saubere Referenzgewichte.
Beginnen Sie mit den zehn mengen- oder gewichtsrelevantesten Einwegpositionen. Prüfen Sie geeignete Alternativen, schulen Sie das Team in der Aufbereitung nach Gebrauchsanweisung und vergleichen Sie den tatsächlichen Verbrauch über einen klar definierten Zeitraum, etwa drei Monate. Kommunizieren Sie anschließend die konkret gemessene Veränderung statt eines pauschalen Umweltversprechens.